07_Flyer
 
 
Das Bundesjugendkuratorium - Herzlich willkommen!  
   
Informationen zum Bundesjugendkuratorium  
  Das Bundesjugendkuratorium (BJK) ist ein Sachverständigengremium der Bundesregierung, dem bis zu 15 Expertinnen und Experten aus Politik, Verwaltung, Verbänden und Wissenschaft angehören. Die Mitglieder werden durch die Bundesministerin bzw. den Bundesminister für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für die Dauer der laufenden Legislaturperiode berufen, längstens jedoch
bis zum Ablauf des auf eine Bundestagswahl folgenden Quartals. Für den Zeitraum zwischen dem Ende der jeweiligen Legislaturperiode und einer Neuberufung bleibt der Vorstand des BJK kommissarisch tätig. Eine Wiederberufung ist zulässig.
 
   
Aufgaben und Ziele des BJK  
  Das BJK berät die Bundesregierung in grundsätzlichen Fragen der Kinder-
und Jugendhilfe und in Querschnittsfragen der Kinder- und Jugendpolitik.
Der Beratungsauftrag richtet sich hierbei auf die von der Bundesregierung bezeichneten Angelegenheiten der Kinder- und Jugend(hilfe)politik. Das BJK
kann zudem der Bundesregierung, dem zuständigen Ministerium und der (Fach-) Öffentlichkeit zu weiteren Themen Stellungnahmen, Empfehlungen und Positionspapiere übermitteln. Es bezieht junge Menschen in geeigneter Weise
in seine Beratungen ein.

In § 83 Abs. 2 SGB VIII, in einer allgemeinen Verwaltungsvorschrift ,
die am 01.01.2003 in Kraft trat, und der jeweiligen Geschäftsordnung werden
die Aufgaben und Ziele spezifiziert.
 
   
Arbeitsweise des BJK | 2006 - 2009
 

Das BJK erarbeitet Positionspapiere und Stellungnahmen in verschiedenen Arbeitsgruppen. In der 16. Legislaturperiode haben acht Arbeitsgruppen ihre Arbeit erfolgreich abgeschlossen: Prof. Dr. Joachim Merchel war Leiter der AG Kinderschutz. Die AG Migration und Teilhabe sowie die ad hoc AG KJHG arbeiteten unter der Leitung von Prof. Dr. Franz Hamburger. Sprecher der AG Zukunftsfähige Kindertagesbetreuung war Uwe Lübking und die AG Jugendpolitik sowie die AG Gender wurden von Klaus Waldmann geleitet. Die AGs Partizipation und Kinderarmut arbeiteten unter Vorsitz von Prof. Dr. Thomas Olk.

Die AG Kinderschutz hat eine Stellungnahme erarbeitet, die das BJK im Dezember 2007 unter dem Titel „Schutz vor Kindeswohlgefährdung – Anmerkungen zur aktuellen Debatte“ verabschiedet hat. Im April 2008 wurde die Stellungnahme „Pluralität ist Normalität für Kinder und Jugendliche. Vernachlässigte Aspekte und problematische Verkürzungen im Integrationsdiskurs“ veröffentlicht, die durch die AG Migration und Teilhabe vorbereitet wurde. Die ad hoc AG KJHG hat eine „Stellungnahme des BJK zur Beratung des Kinderförderungsgesetzes (KiföG)“ erarbeitet und übermittelte diese im April 2008 der Bundesregierung. Die AG Zukunftsfähige Kindertagesbetreuung präsentierte die Stellungnahme zur „Zukunftsfähigkeit von Kindertageseinrichtungen“ zum 13. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag im Juni 2008 in Essen. Das Positionspapier „Zur Neupositionierung von Jugendpolitik: Notwendigkeit und Stolpersteine“ wurde von der AG Jugendpolitik erstellt und im Mai 2009 veröffentlicht. Die im Juni 2009 publizierte Stellungnahme der AG Partizipation widmet sich dem Thema „Partizipation von Kindern und Jugendlichen – Zwischen Anspruch und Wirklichkeit“. Die Problematik der Kinderarmut wurde in der Stellungnahme „Kinderarmut in Deutschland: Eine drängende Handlungsaufforderung an die Politik“ zum Thema gemacht und im August 2009 vom BJK verabschiedet. Abgerundet wurde die Arbeit des BJK durch die Stellungnahme „Schlaue Mädchen – Dumme Jungen? Gegen Verkürzungen im aktuellen Geschlechterdiskurs“, die von der AG Gender vorbereitet und im September 2009 veröffentlicht wurde.

Das Bundesjugendkuratorium wird in seiner Arbeit durch die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendpolitik am Deutschen Jugendinstitut unterstützt.

 
   
Beratungsergebnisse des BJK | 2006 - 2009
 

November 2009
Das Bundesjugendkuratorium
– Stellungnahmen 2006 - 2009
Flyer mit CD-ROM der Beratungsergebnisse (Herausgeber: BMFSFJ)
Flyer mit CD-ROM beim BMFSFJ bestellen

 
   
Pressemitteilungen des BJK | 2006 - 2009
 

18. September 2009
Bundesjugendkuratorium kritisiert Verkürzungen in der Debatte über
eine vermeintliche Benachteiligung von Jungen

Die schulischen Leistungen von Jungen und  Mädchen werden immer häufiger öffentlich diskutiert und die Bildungserfolge der Mädchen den Misserfolgen der Jungen gegenübergestellt.

 
 

20. August 2009
Bundesjugendkuratorium fordert die Politik zu raschem und wirksamem Handeln gegen Kinderarmut auf

Trotz vielfältiger Maßnahmen konnte Kinderarmut in Deutschland bislang nicht reduziert werden. Zu diesem Ergebnis kommt das BJK in seiner Analyse und empfiehlt steuer- und arbeitsmarktpolitische Schritte.

 
 

30. Juni 2009
Bundesjugendkuratorium fordert mehr Partizipation von Kindern
und Jugendlichen

Das BJK zeigt eine enorme Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit auf
und fordert, Partizipation als strukturellen Bestandteil in der Lebenswelt
von Kindern und Jugendlichen zu verankern.

 
 
13. Mai 2009
Bundesjugendkuratorium legt neues Konzept für Jugendpolitik vor

Jugendpolitik muss die Schranken einer auf das eigene Ressort begrenzten Politik überwinden und mit eigenem Gestaltungsanspruch in Bildungspolitik, Arbeitsmarktpolitik, Familienpolitik etc. hineinwirken.
 
 
26. Juni 2008
Bundesjugendkuratorium warnt
vor zu großen Erwartungen an Kindertageseinrichtungen
Es gibt eine deutliche Kluft zwischen den Anforderungen einerseits und den
zur Verfügung stehenden Finanzmitteln andererseits. Das BJK fordert hierbei
eine differenzierte Ausstattung und Finanzierung der Tageseinrichtungen.
 
 
15. April 2008
Bundesjugendkuratorium fordert differenzierte Sichtweise im Integrationsdiskurs

Undifferenzierte Äußerungen zur "Ausländerkriminalität" – zum Beispiel "Junge Menschen mit Migrationshintergrund sind generell gewaltbereiter" – machen Kinder und Jugendliche mit Migrationsgeschichte zu Außenseitern.
 
 
16. Januar 2008
Bundesjugendkuratorium warnt vor falschem Aktionismus
beim Kinderschutz

Statt neue Modelle für Frühe Hilfen zum Kinderschutz zu beginnen, sollten
die vor Ort vorhandenen vielfältigen Projekte zur Prävention von Kindes-
wohlgefährdung intensiver begleitet und ausgewertet werden.
 
   
Korrespondenzadresse  

Deutsches Jugendinstitut e.V.
Arbeitsstelle Kinder- und Jugendpolitik

Nockherstraße 2
81541 München

089 62306-288
089 62306-265
 
   
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